Geschichte in Zahlen

1312

Erste urkundliche Erwähnung, „Lubly“ nannte sich unser Ort, was „ Lieb und Teuer “ bedeutete.

1445

Seit diesem Jahr bestand eine wehrhafte Wasserburg. Sie war ein Vorposten der Feste Gana (in der Nähe des heutigen Stauchitz).

1499
Erster namentlich bekannter Besitzer war Dietrich von Hornsberg.
1520
Friedrich von Hornsberg, Nachfolger des Dietrich.
1582

Georg und Wolf von Hornsberg. Wolf von Hornsberg gehörte die„Wüste Holzmark Albersdorf“ am Collmberg.

1602

Das Dorf erhält einen Friedhof, nun werden die Toten auf diesem„Gottesacker“ beerdigt

1617
Großfeuer auf dem Rittergut, Scheunen und Ställe brannten ab.
1637

Der letzte Sproß derer von Hornsberg, Wolf Christian, verstarb an der Pest. Er wurde in der Hofkapelle gleich neben dem Eingang zum Rittergut beigesetzt. Die Kapelle war dem Heiligen St.Antonius geweiht und wurde von St. Ägidien, der Kirche zu Oschatz, verwaltet.

1640

Burg und Rittergut gingen in den Besitz der Freiherrn und Grafen von Taube über.

1698

Der „Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Generalmajor und Oberstallmeister“ Hans Gottlieb von Thielau erwarb Rittergut und Burg und begann den Umbau der Burg zum Schloss im Stil des Sächsischen Barock.

1723
-
1
726

Am 13.Januar starb H.G. von Thielau. Der Besitz ging an seinen Sohn Gotthelf Friedrich von Thielau über. Während dessen Zeit sollte ein Meilenstein auf der Poststraße unmittelbar vor dem Schloss errichtet werden. Nach seinem Protest einigte man sich auf den Standort „Schlossturm“.

1836

Am 1.März vernichtete ein Blitzschlag den Turm, wobei der Meilenstein zertört wurde und große Teile des Rittergutes in Flammen aufgingen

1896

Im Mai verstarb kinderlos Florian von Thielau, der letzte seiner Familie.Er wurde in der Familiengruft in Lampertswalde beigesetzt. Erbin ist Florians Schwester Louise von Pflugk, geb. von Thielau. Ihr Sohn Otto von Pflugk, Königlich-Sächsischer Kammerherr und Major, erhielt nach ihrem Tode Leuben, Lampertswalde und das Gut Cottewitz.

1921

Die Tochter des Otto von Pflugk, Marie-Louise, heiratete Andreas von Zeschau in Leuben. Sie erhielt als Mitgift das Gut und Schloss Lampertswalde.

1927

Im Dezember verstarb Otto von Pflugk. Seine Töchter Marie Louise von Zeschau geb.von Pflugk und Erika von Nagell a.d.H. Gartrop geb. von Pflugk erhielten das Gut Lampertswalde bzw. das Gut Cottewitz. Leuben ging zu gleichen Teilen an die Geschwister. Es blieb bis zum Ende des 2.Weltkrieges in beider Besitz.

1945

Enteignung. Das Schloss diente als Flüchtlingsunterkunft.

1952 Das Schloss wurde von der LPG „Frohe Zukunft“ übernommen.
1961

Im Erdgeschoß zogen eine Konsumverkaufsstelle mit Lager und ein Kindergarten ein. Im Obergeschoß waren Wohnungen und Klassenräume untergebracht.

1968

Die LPG „Neue Kraft“ Naundorf übernahm die LPG „Frohe Zukunft“ und damit auch das Schloss.

1969
Eine Renovierung und Nutzung als Altenheim kamen nicht zustande.
1974
Die Bauaufsicht sperrt das Gebäude wegen Sicherheitsmängeln. Danach Leerstand.
1975

Umsetzung der 4 Sandsteinfiguren „Frühling“, „Sommer“, „Herbst“ und „Winter“ (die 4 Jahreszeiten) in den Naundorfer Schlosspark.

1990

Schloss und Umland wurden von der Treuhand übernommen. In deren Auftrag bemüht sich die BVVG (Bodenverwertungs- und Verwaltungs GmbH) um Investoren.

1991

Verkauf an Interessenten aus Kassel mit der Auflage, das Schloss zu sanieren. Leider geschah nichts. Im Gegenteil, die Gauben wurden abgerissen und noch vorhandene Ziegeleindeckung wurde entfernt. Das nun offene Dach wurde laienhaft mit einer Folie abgedeckt. Der Verfall des Gebäudes begann und sein Zustand verschlechterte sich von Jahr zu Jahr.

2004 Gründung des „Leubener Schlossverein e.V.“
2005

Kauf des Schlosses durch den Verein und Beginn der Sicherungsarbeiten. Bis Jahresende waren die Arbeiten am gesamten Dachstuhl bis einschließlich Unterkante des umlaufenden Simses abgeschlossen.